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Sonntag, 6. August 2017

Die Engel des Todes

Autor: Monika Grasl
Titel: Die Engel des Todes
Reihe: Die Chronik der Dämonenfürsten Teil 1
Seitenanzahl: 228 Seiten
Verlag: Shadodex - Verlag der Schatten
ISBN: 978-3946381143
Preis:
E-Book: 6,49€
Print: 11,95€
Link zur Autoren FB Seite: Monika Grasl
Link zu Amazon: Evy und Vincent
Klappentext:

Die Studentin Evy Munro leidet an Lungenkrebs. Doch das ist nicht ihr einziges Problem, denn ihr verhasster Nachbar Vincent stellt sich plötzlich als ihr persönlicher Engel des Todes vor, der ihr dabei helfen soll, mit ihrem Leben abzuschließen.
Obwohl Vincent nichts Genaues von seinem Vorgesetzten Azrael erfährt, ahnt er schnell, dass hinter diesem Auftrag noch viel mehr steckt. Als Dämonenboten auftauchen und Jagd auf Evy machen, wird ihm klar, dass der Dämonenfürst Dantalion Krieg in die Welt bringen will. Dafür muss er Evys Seele vernichten, die laut einer Prophezeiung verhindern könnte, dass die Kreaturen der Hölle die Erde betreten. Doch auch Azrael braucht ihre Seele.
Muss sie aber wirklich geopfert werden, um die Menschheit vor dem drohenden Krieg zu bewahren? Gibt es keine andere Möglichkeit, Dantalion am Ausbruch zu hindern?



Bereitstellung des Buches: Rezensionsexemplar. Vielen Dank dafür an den Verlag. Nichtsdestotrotz beinhaltet die Rezension meine ehrliche Meinung und wird in keinster Weise vom Verlag/Autor abhängig gemacht.

Meine Meinung:

Dieses Buch habe auf der www.rezi-suche.de Seite gefunden, als ich mich da rumgetrieben habe. Manchmal mach ich das, einfach um zu sehen, was es für Bücher gibt, die nicht so bekannt sind. Die Seite ist echt ein Fundstück ihres Gleichen.

Jedenfalls bin ich da auf "Die Chronik der Dämonenfürsten" gestoßen und war sogleich vom Klappentext, als auch vom Cover gepackt.
Ich mag das Bild des Engels mit seinen blutroten Flügeln, die in der untergehenden Sonne leuchten. Weiß auch nicht, sieht für mich nach einem gefallenen Engel aus oder dem vorweg greifen eines blutigen Szenarios.

In der Geschichte geht es unter anderem um Evy, die die Diagnose eines Lungenkrebs erhalten hat und das in recht frühen Jahren. Ich meine, sie ist Studentin und hat eigentlich noch ihr ganzes Leben vor sich, aber hier wird ihr bereits eine Grenze gesetzt und sie ist nicht bereit, sich auf eine Chemotherapie einzulassen. Stattdessen bleibt sie in der Uni und möchte weiter an ihren Forschungsarbeiten experimentieren, weil sie unbewusst darauf aus ist, etwas von sich "da zu lassen".
Evy habe ich als eine starke, selbstbewusste Persönlichkeit kennengelernt und das bleibt auch das ganze Buch über so, was ich richtig gut finde! Es heißt aber nicht, dass Evy keine Entwicklung macht, denn das tut sie durchaus, als sie sich endlich mit dem Gedanken anfreundet, sterben zu müssen. Denn darum führt kein Weg vorbei, weil ihre Zeit auf Erde abgelaufen ist.

Vincent ist der ihr zugedachte Todesengel. Er soll sie auf den Übergang vom Leben ins Jenseits vorbereiten und dafür sorgen, dass sie mit dem Leben mit reinem Gewissen abschließt. Sie soll ihre Sachen erledigen, die sie noch unbedingt erledigen will, sich von der Universität ausschreiben und auch so langsam ein Testament aufsetzten und sich um alles kümmern.
Doch Evy ist stur und bringt Vincent an seine Grenzen, denn sie will nichts davon hören, dass er ein Todesengel ist.
Vincent finde ich vom Charakter her auf der einen Seite sehr emotionslos, auf der anderen dagegen sehr gefühlvoll. Das ist komisch, aber er gibt Evy nicht nach, sondern streitet sich andauernd mit ihr. Er spricht die Dinge beim Namen aus und das führt dann zu neuen Kabeleien, aber er ist gut in dem, was er tut. Ich mag Vincent, denn er ist darum bemüht, seinen Schützling so gut es ihm geht zu bewachen und er muss sie oft beschützen, denn die Dämonen sind hinter Evys Seele her.
Schwerer macht es Evy ihm trotzdem, denn sie ist voll mit Schuldgefühlen, die auch er in der gleichen Intensität fühlt, wie sie und die ihn niederdrücken. Dämliches Band zwischen der Todgeweihten und ihrem Wächter...

Sehr geliebt habe ich Evys beste Freundin Naomi. Eine "indianische Schönheit", die es gehörig drauf hat und für ihre Freundin da ist, wann auch immer sie sie braucht. Außerdem glaubt sie an alles Übernatürliche und versucht Evy klar zu machen, dass sie Vincent vertrauen kann, auch wenn sie natürlich auf Evys Seite steht. Ich mag ihre fröhliche Natur mega und allein bei der Flughafenszene hätte ich weinen mögen.

Zudem gibt es noch den Handlungsstrang von Merfyn, einem Dämonenboten, der versucht, den Aufstieg der Dämonenfürsten zu verhindern. Es ist spannend zu lesen, was er über sich ergehen lassen muss, während Vincent damit kämpft, Evy am Leben zu halten und sie nicht an die Schergen der Dämonenfürsten zu verlieren und gleichzeitig ihr klar zu machen versucht, dass sie das Leben in Frieden verlassen muss. Auf ihre eigene Weise. Obwohl er sich damit auch dem Befehl seines Erzengel Azrael entgegenstellt.

Den Schreibstil der Autorin mochte ich gerne, wobei mir dabei die Charaktertiefe etwas gefehlt hat. Die ganze Handlung war gut durchdacht und es hat viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Es fehlt jedoch irgendwie etwas, was es komplett rund für mich gemacht hätte.
Und nein, es liegt nicht daran, dass eine Liebesgeschichte hier fehlt!
Tatsächlich ist sie ganz dezent, aber auch wirklich gaaaaaanz dezent für mich zwischen Evy und Vincent verfügbar, aber beide erlauben sich das nicht und damit... adios Liebe.

Fazit:
4 Musiknoten
für ein etwas anderes Buch, als sonst so üblich ist im Fantasybereich, was mich jedoch sehr begeistern und packen konnte. Klare Leseempfehlung, besonders, da hier auch viel Wert auf eine Wertvorstellung von Seiten der katholischen Kirche gelegt wurde und wie unnötig ihr Verhalten tatsächlich war, als die Krise einsetzte. Viele Aspekte wurden beleuchtet.



Spannungsbogen:
Charaktertiefe:
Schreibstil:





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