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Dienstag, 24. April 2018

Keiner trennt uns

Autor: Jana von Bergner
Titel: Keiner trennt uns
Reihe: Keiner - Reihe Band 1
Seitenanzahl: 256 Seiten
Verlag: Selfpublisher
ISBN: 3752831812
Preis:
E-Book: 0,99€
Print: 9,99€
Link zur Autoren FB Seite: Jana von Bergner
Link zu Amazon: Hanna und Mark
Klappentext:

Ein einziger Moment kann alles verändern. Als Hannas Vater plötzlich stirbt, sind sie und ihre drei Geschwister Pia, Emma und Mika mit einem Schlag Vollwaisen. Doch Hanna ist stark, für sich und ihre jüngeren Geschwister. Vor Gericht kämpft die 21-Jährige schließlich um die Vormundschaft. Unterstützung erhält sie von dem nicht ganz unattraktiven Mark, ausgerechnet jenem Polizisten, der ihr die Todesnachricht überbracht hat. Doch was bewegt ihn dazu, ihr zu helfen? Und was verschweigt er ihr? Während beide mit ihren inneren Dämonen kämpfen, bleibt nur eine Frage: Ist Liebe stärker als Angst?

»Keiner trennt uns« ist der bewegende und zutiefst berührende Auftakt der neuen New Adult-Reihe von Jana von Bergner. Eine Geschichte von Verlust und Wiederfinden, von Tod und Leben, von Familie und Erwachsenwerden, von Mut und Hoffnung und dem Kampf um die ganz große Liebe.



Bereitstellung des Buches: Rezensionsexemplar. Vielen Dank dafür an die Autorin und Mainwunder. Nichtsdestotrotz beinhaltet die Rezension meine ehrliche Meinung und wird in keinster Weise vom Verlag/Autor abhängig gemacht.

Meine Meinung:

Am Anfang wird man mitten rein geworfen, in eine ganz normale Szene aus Hannas Leben: Ihr kleiner Bruder ist krank und sie kümmert sich um ihn, wartet aber auf ihren Vater, damit sie noch rechtzeitig in die Uni zu ihrem Referat kommt, denn sonst verliert sie den Schein.
Aber dazu kommt es nicht, denn statt ihrem viel zu späten Vater, steht die Polizei vor der Tür und eröffnet ihr, dass ihr Vater tot ist und sie und ihre drei Geschwister somit Vollwaise.
Doch auf eigenartige Weise fühlt sie sich zu einem der beiden Polizisten hingezogen, zumindest insofern, dass sie das Gefühl hat, er würde sie verstehen und ihre Trauer nachempfinden können, anstatt es nur vorzugeben.

Mark, Polizist bei der Streife und einer der Besten in seinem Revier, drückt sich eigentlich immer vor der Überbringung von Todesnachrichten, aber zu wenig Personal sorgt dafür, dass er bei Hanna im Wohnzimmer sitzt und mitansehen muss, wie ihre Welt in sich zusammenbricht.
Seine Welt war nie heil, aber er bewundert Hanna dafür, dass sie um die Vormundschaft ihrer Geschwister kämpfen will, anstatt diese in die Hände ihrer Tante abzugeben und sich vollkommen auf ihr Studium zu konzentrieren.

Als Hanna seine Hilfe braucht, beschließt er, ihr zu helfen und riskiert dafür sogar seinen Job, aber etwas in ihm zieht ihn zu ihr.

Bereits auf den ersten Seiten sind die Charaktere gekennzeichnet, man hat das Gefühl direkt reingeworfen zu werden und gleichzeitig sowohl Mark, als auch Hanna zu verstehen. Und im Verlauf der Geschichte kommt Marks dunkle Vergangenheit zu Tage, derer er sich so sehr schämt, dass er teilweise ein Lügengerüst aufgebaut hat, das ihm vielleicht jetzt um die Ohren fliegen könnte.
Und während Hanna um ihre Geschwister kämpft, gegen alle Umstände zum Trotz, merkt Mark, wie er nie war und was er nie gehabt hat: Eine Familie mit bedingungsloser Liebe.

Der Schreibstil ist flüssig, die Beschreibungen super und es hat sich vom ersten Satz an ein Film in meinem Kopf entwickelt. Einer, den ich nicht aufhören konnte zu lesen, als ich begonnen habe. Auch wenn ich die ganze Zeit erwartet habe, dass da noch ein riesiger Drama-Klopper kommt, so hatten die Charaktere auch so genug zu durchleben, zu leiden, einzuknicken und zu wachsen.
Ebenso sind die Nebencharaktere und Hannas Geschwister alles, aber nicht schwarz oder weiß, sondern grau schattiert, mit Aufs und Abs, mit der Trauer  um ihren Vater, mit der Angst, wie es weiter geht und der Hoffnung, dass es die ältere Schwester irgendwie richten wird, während die Verlustangst in jedem von ihnen nagt. Jeder der vier Geschwister hat seinen eigenen Weg, um mit dem Verlust klar zu kommen, aber eine von ihnen könnte alles in sich zusammenbrechen lassen, wenn sie nicht die Kurve bekommt...

Es ist ein Buch, das den Weg der Gefühle zeigt und so sehr sich beide dagegen sperren, am Ende kann es nur ein Ende geben: Entweder man rauft sich zusammen oder man geht getrennte Wege. Doch kann man das, wenn der Abschied den Verlust des eigenen Herzens beinhalten würde? Selbst dann, wenn man wirklich alles daran gesetzt hat, sich nicht zu verlieben?

Fazit:
5 Musiknoten für diesen emotionalen Reihen-Auftakt!

Spannungsbogen:
Charaktertiefe:
Schreibstil:





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