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Freitag, 4. Mai 2018

Gravity - Verlorene Herzen

Copyright bei WrittenDreams Verlag
Autor: Isabelle Richter
Titel: Verlorene Herzen
Reihe: Gravity Band 5
Seitenanzahl: 292 Seiten
Verlag: Written Dreams Verlag
ISBN:  978-3961114559
Preis:
E-Book: 3,99€
Print: 12,99€
Link zur Autoren FB Seite: Isabelle Richter
Link zu Amazon: Jackson und Sarah
Klappentext:

Jackson Griffith, Bassist der erfolgreichen kanadischen Rockband Gravity, befindet sich an einem Tiefpunkt in seinem Leben. Gerade hat er die Tablettensucht erfolgreich besiegt, da tritt das Schicksal in Form eines weiteren Verkehrsunfalls nach. Eine neuerliche Rückenverletzung sowie eine Hetzkampagne der Medien treiben ihn zurück zu den Schmerzmitteln. Beschämt über sein erneutes Versagen ergreift er nach dem Entzug die Flucht und taucht in einem kleinen Kaff nahe der kanadischen Grenze unter. Dort trifft er auf die Physiotherapeutin Sarah Morgan, zu der er sich vom ersten Moment an hingezogen fühlt. Jackson lässt sich von Sarahs zunächst abweisendem Verhalten nicht abschrecken und umwirbt die schüchterne junge Frau beharrlich. Doch Sarah ist selbst vor ihrem früheren Leben geflohen und gerade, als sie anfängt, sich Jackson zu öffnen, bricht genau das über die beiden herein. Wird es ihr gelingen, sich ein für alle Mal zu befreien und mit Jackson glücklich zu werden, oder sind ihre Herzen von vornherein verloren?



Bereitstellung des Buches: Gekauft

Meine Meinung:
Der finale fünfte Band der Gravity-Reihe und ich fieberte ihm mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen, denn damit ist die Reihe nun vorbei.
Doch bevor ich Abschied nehmen musste, durfte ich noch einmal Jackson begleiten, der auf der Suche nach seinem Glück ist, wo all seine Bandkollegen doch bereits die große Liebe gefunden haben, während er noch immer alleine ist.

Jackson ist ein echter Gentleman und ich würde mal sagen, eher der Chorknabe unter den Jungs der Band, auch wenn eher Ethan immer so bezeichnet wurde.
Nach einem neuerlichen Autounfall wird Jacksons Rücken in Mitleidenschaft gezogen - mal wieder - und er steht einer Entscheidung gegenüber: Schmerztabletten nehmen oder sich von ihnen fernhalten? Denn die Gefahr, in der Suchtspirale wieder zu versinken, ist viel zu groß. Eine Zeitlang schafft er es, die unsäglichen Schmerzen ohne Tabletten auszuhalten, bunkert die Opioide jedoch in seinem Nachtschrank, aber lange geht das nicht gut und bald schon ist er abhängig.
Aber nicht nur das ist, was ihn zerstört, sondern auch die reißerischen Überschriften, die ihn nach dem Unfall verfolgen. Anstatt sich anständig zu benehmen, beginnt die Presse fiel lieber eine Hetzjagd auf den Bassisten und weil er weder seinem Suchtbetreuer Evan, noch seinen Bandkollegen in die Augen sehen kann, nachdem er wieder zu den Tabletten gegriffen hat, verschweigt er es ihnen, macht einen kalten Entzug durch und verschwindet in ein verschlafenes Städtchen, um all dem zu entfliehen.
Hier erhofft er sich, wieder zu sich selbst zu finden und dazu eine Physiotherapie zu machen, die ihm hilft, wieder mit seinen Jungs Musik machen zu können.

Womit er dabei nicht gerechnet hat, waren zwei Dinge.
Erstens: Die ganze Chaostruppe samt fellnasigem Anhang lassen ihren Bassisten nicht so einfach abhauen, sondern spüren ihn recht schnell auf und quartieren sich spontan bei ihm ein, um ihm gehörig die Leviten zu lesen.
Zweitens: Seine neue Nachbarin auf Zeit und Physiotherapeutin Sarah ist nicht nur süß anzusehen, sondern weckt ihn ihm Gefühle. Gefühle, die zu schnell da sind. Vielleicht, weil er sich das so sehnlichst wünscht? Das gleiche zu haben, wie seine Bandkollegen?

Sarah dagegen will nur eines: Ihre Ruhe. Nicht umsonst ist sie in diesem verschlafenen Kaff und hält sich von jedem sozialen Leben fern, außer ihrer Arbeit in ihrer eigenen Praxis. Doch nicht nur der neue, sexy Nachbar, sondern auch dessen Freunde beziehen sie mit ein, obwohl sie in manch einem Moment wie eine Kratzbürste wirkt, im nächsten sehr nett sein kann und dann zurückschreckt.
Sarah ist tief verletzt, die Demütigungen und Schmerzen tief in ihr verankert und die Male trägt sie noch immer, aber darüber reden? Das geht nicht, dazu ist sie nicht bereit, stattdessen versteckt sie sich in ihrem Haus und verkriecht sich in ihrer Arbeit. Jeden Tag in der Angst, dass der Mann, der ihr das angetan hat, sie finden kann.

Und genau diese Angst hatte ich die ganze Zeit beim lesen auch. Irgendwie schwang das immer mit und ich habe geradezu bei jedem neuen Kapitel darauf gewartet, dass dieser Mistkerl auftaucht und Sarah wieder für sich beansprucht, während sie durch Jackson langsam lernt, dass sie durchaus begehrenswert ist.
Die Verbindung von Jackson und Sarah ist toll dargestellt, sie ist spannend und schnell aufgeheizt, obwohl sich Sarah genau dagegen wehrt. Sie wehrt sich, denn womit hätte sie so viel Zuwendung überhaupt verdient?
Und in diesem Band sieht man noch einmal ganz, ganz, ganz wunderbar, dass Gravity nicht nur eine Band ist, sondern eine Familie, die zueinander steht und jeden Mist mit einem durchsteht. Nicht nur die Männer, sondern auch ihre Frauen. Und Logans Vorliebe für Dramatik kommt natürlich auch nicht zu kurz, das kann auch nicht sein, dass die Diva ihre Sonderzeiten nicht bekommt...

Die Geschichte von Jackson und Sarah hat mich tief berührt, mich nicht mehr los gelassen und ich hab das Buch einfach nur in einem Rutsch weg gelesen, weil es wieder einmal wundervoll geschrieben war und die Charaktere ihre Entwicklung durchmachten und mich damit gefangen nahmen. Besonders Sarahs Schicksal und ihr Mut, aber ihre Starrköpfigkeit haben mich beeindruckt und gleichzeitig fand ich Jackson so süß. Wie er versucht Rücksicht zu nehmen,  obwohl Sarah eigentlich etwas anderes von ihm will.
Teilweise habe ich mich schlapp gelacht, an anderer Stelle verzückt geseufzt und an manch anderer geflucht. Ja, das Buch hat alle Emotionen bei mir abgedeckt und ich habe jede Minute davon geliebt und gehasst.

Denn damit ist die Reihe nun beendet und es war ein genialer Schluss für eine wundervolle, romantische, schräge Reihe. Denn ich bin mal ehrlich: So sehr ich Logan liebe, so sehr hasse ich ihn manchmal auch und finde ihn schräg... Aber das macht den Reiz dieser Diva aus, Elle würde mir sicher recht geben.

Fazit:
5 Musiknoten für das Ende einer Ära <3


Spannungsbogen:
Charaktertiefe:
Schreibstil:





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